Zeltlager-Lexikon
Vielleicht seid Ihr beim Lesen der Anmeldung, auf unserer Homepage oder im Zeltlager schon mal über Begriffe gestolpert, bei denen Ihr kurz gedacht habt: „Hä, was ist das denn eigentlich?“
Was ist ein GruLei? Was macht ein MAT-Mann und überhaupt, wer ist Mama-MAT? Und warum heißt der LaLei eigentlich LaLei?
Keine Sorge – damit seid Ihr nicht allein! Hier erklären wir Euch die wichtigsten Begriffe aus unserer Zeltlager-Sprache.
Und falls Euch ein Begriff fehlt: Schreibt uns einfach – wir ergänzen das Lexikon gerne! Am Ende des Zeltlager-Lexikons findet ihr dazu ein Online-Formular für eure Ergänzungen.

BANNERTURM:
Der Bannerturm ist das Herzstück unseres Zeltlagers und oft schon von weitem sichtbar. Er wird in den ersten Tagen von den GruLeis (⇒ G) mit viel Kreativität und Geschick aufgebaut. Dabei orientiert sich das Design meistens am aktuellen Lagermotto – mal abenteuerlich, mal fantasievoll, mal richtig spektakulär. Am Bannerturm werden unser KjG-Banner und vor allem unser Lagerbanner gehisst. Hier spielt sich vieles ab: Treffpunkt, Symbol für unsere Gemeinschaft und natürlich Mittelpunkt der Bannerwache.
BANNERWACHE:
Die Bannerwache hat eine ganz besondere Aufgabe: Sie beschützt unser Lagerbanner (⇒ L), das oben am Bannerturm befestigt ist. Dafür gibt es mehrere Teams, die sich abwechseln. Jede Nacht ist volle Aufmerksamkeit gefragt! Jeweils ein Mädchen- und ein Jungenzelt übernehmen gemeinsam die Wache. Sollte sich jemand am Banner zu schaffen machen, wird sofort Alarm geschlagen – mit unserer großen Kuhglocke und Topfdeckeln, die im ganzen Lager zu hören sind.
BANNERDIEBE:
Und ja – es gibt wirklich Menschen, die versuchen, unser Banner zu klauen! Meist sind das ehemalige Gruppenleiter*innen oder Teilnehmer*innen, die sich diesen Spaß nicht entgehen lassen. Sie schleichen sich nachts an, versuchen unbemerkt den Bannerturm zu erklimmen und das Banner zu ergattern. Aber: Unsere Bannerwache ist meistens schneller! Wenn die Diebe erwischt werden, müssen sie am nächsten Tag zur „Strafe“ KüDi (⇒ K) und KloDi (⇒ K) übernehmen – was sie natürlich unbedingt vermeiden wollen.

CO-GRULEI:
Co-GruLeis sind so etwas wie die Allrounder im Lager. Sie haben keine feste Gruppe, sind dafür aber überall im Einsatz, wo Unterstützung gebraucht wird. Wenn ein GruLei mal ausfällt, springen sie ein, helfen bei Spielen, organisieren Abläufe im Hintergrund und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Kurz gesagt: Ohne Co-GruLeis würde vieles deutlich schwieriger werden.

DISCO
Auch im Zeltlager wird gefeiert! Bei unserer Disco verwandelt sich das Lager für einen Abend in eine Partyzone. Mit guter Musik, kreativen Outfits, viel Licht (und manchmal auch ein bisschen Glitzer) wird getanzt, gelacht und einfach eine richtig gute Zeit gehabt. Egal ob Tanzprofi oder eher Zuschauer – hier ist für alle etwas dabei.

GRUKI:
GruKis – das seid Ihr! Unsere Gruppenkinder und damit das Herz des Zeltlagers. Ihr erlebt gemeinsam Abenteuer, nehmt an Spielen teil, wachst als Gruppe zusammen und sorgt für jede Menge Leben im Lager. In vielen Aktionen tretet Ihr gegen die GruLeis (⇒ G) an – und habt dabei oft überraschend gute Chancen zu gewinnen.
GRULEI:
Die GruLeis sind Eure Gruppenleiter und begleiten Euch durch das gesamte Zeltlager. Jeder GruLei betreut ein Zelt und ist Ansprechpartner für alles: bei Fragen, Problemen oder einfach, wenn Ihr jemanden zum Reden braucht. Gleichzeitig planen und leiten sie Spiele, Aktionen und Programmpunkte und sorgen dafür, dass das Lager für Euch unvergesslich wird.
GRULEIHATZ:
Die GruLeihatz war ein traditionelles Spiel in den alten Zeltlagern. Es war für viele ein absolutes Highlight. Hier wird das Prinzip der üblichen Spiele umgedreht: Jetzt sind die GruKis die Jäger und die GruLeis die Gejagten. Ziel ist es, möglichst viele Unterschriften der GruLeis zu sammeln – was gar nicht so einfach ist, denn die lassen sich einiges einfallen, um zu entkommen.
GRULEIZELT:
Das GruLeizelt ist der Ort, an dem im Hintergrund alles geplant wird. Hier treffen sich die GruLeis abends, um den nächsten Tag vorzubereiten, Spiele zu entwickeln und Abläufe zu besprechen. Für GruKis bleibt dieser Bereich tabu – nicht zuletzt, weil sonst die Überraschungen verloren gehen würden.
GRULEIZONE:
Die GruLeizone ist der Rückzugsort für die Gruppenleiter. Auch sie brauchen zwischendurch mal eine Pause, um neue Energie zu tanken. Hier stehen oft Hängematten oder Sitzgelegenheiten bereit – ein kleiner Ruhepol im sonst sehr lebendigen Lageralltag. Im Zentrum der GruLeizone steht das GruLeizelt.

KJG:
KjG steht für „Katholische junge Gemeinde“. Dahinter steckt ein bundesweiter Kinder- und Jugendverband, in dem Gemeinschaft, Mitbestimmung und Glaube eine wichtige Rolle spielen.
Wir als KjG St. Kilian / Lechenich sind Teil der Gemeinde St. Kilian in der Pastoralen Einheit Erftstadt und damit auch Teil dieses großen Verbandes. Neben dem Zeltlager gestalten wir das ganze Jahr über viele Aktionen und Angebote für Kinder und Jugendliche.
Als katholischer Verband gehört der Glaube bei uns dazu: Wir beten vor den Mahlzeiten und feiern auch gemeinsam eine Messe im Zeltlager. Gleichzeitig ist uns wichtig: Ihr müsst nicht katholisch sein, um mitzufahren – bei uns ist jede*r herzlich willkommen!
KÜCHE:
In der Küche wird dafür gesorgt, dass Ihr jeden Tag lecker und ausreichend essen könnt. Unser Küchenteam arbeitet oft im Hintergrund, ist aber ein ganz zentraler Teil des Zeltlagers – denn ohne gutes Essen läuft hier gar nichts.
Grundsätzlich ist die Küche ein Arbeitsbereich und deshalb nicht frei zugänglich. GruKis dürfen aber jederzeit gerne mithelfen – einfach kurz nachfragen! Gerade beim Schnippeln, Spülen oder Vorbereiten gibt es immer etwas zu tun.
KÜDI:
KüDi bedeutet Küchendienst. Jeden Tag übernimmt eine Gruppe diese Aufgabe: Essen austeilen, anschließend aufräumen und beim Spülen helfen. Auch wenn es Arbeit ist, gehört der KüDi fest zum Zeltlager dazu – und macht in der Gruppe oft mehr Spaß als gedacht.
KLODI:
Der KloDi ist der zweite feste Dienst im Lager. Eine Gruppe sorgt täglich dafür, dass Toiletten und Duschen sauber bleiben. Klingt erstmal nicht nach Lieblingsaufgabe – ist aber super wichtig, damit sich alle wohlfühlen.

LALEI:
Der LaLei ist die Lagerleitung und trägt die Gesamtverantwortung für das Zeltlager. Schon lange vor Beginn wird geplant, organisiert und vorbereitet. Während des Lagers sorgt der LaLei gemeinsam mit dem Team dafür, dass alles funktioniert und alle eine gute Zeit haben.
LAGERBANNER:
Das Lagerbanner ist das Symbol unseres Zeltlagers. Es wird jedes Jahr neu gestaltet. Es steht für die Gemeinschaft und die gemeinsame Zeit im Lager. Deshalb wird es besonders gut bewacht und nur zu bestimmten Anlässen eingeholt und sicher verstaut. Gemeinsam mit dm KjG-Banner hängt es am Bannerturm.
LAGERZEITUNG:
Die Lagerzeitung wird bei uns von den GruKis selbst gestaltet – und zwar in einer eigenen AG während des Zeltlagers. Diese findet einmal in der Mitte des Lagers statt und ist für viele ein echtes Highlight.
Dort wird geschrieben, gestaltet, gesammelt und manchmal auch kreativ übertrieben 😉 In der Lagerzeitung findet Ihr Tagesberichte, lustige Geschichten, besondere Erlebnisse und alles, was das Lagerleben ausmacht.
So entsteht eine besondere Momentaufnahme aus der Mitte des Zeltlagers – und eine tolle Erinnerung, die Ihr auch später noch einmal durchblättern könnt.

MANAGEMENT:
Zum Management gehören alle, die im Hintergrund die Fäden in der Hand halten. Dazu zählen das Küchenteam, die Seelsorger, der MATmann und Mama-MAT (⇒ M) und der LaLei (⇒ L). Sie sorgen dafür, dass Organisation, Versorgung und Ablauf stimmen.
MAT-MANN & MAMA-MAT:
Der MAT-Mann – und natürlich auch die Mama-MAT – kümmern sich um alles, was im Zeltlager an Material und Lebensmitteln gebraucht wird. Sie sind oft den ganzen Tag unterwegs, um einzukaufen, nachzubestellen oder spontan Dinge zu organisieren, die gerade fehlen.
Dabei geht es nicht nur um Essen: Auch Bastelmaterialien für Spiele und Aktionen werden von ihnen besorgt. Außerdem sorgen sie im Hintergrund dafür, dass wir regelmäßig von einem Bäcker und einem Metzger beliefert werden und immer genug frische Lebensmittel im Lager haben.
Kurz gesagt: Ohne MAT-Team würde im Zeltlager ziemlich schnell einiges fehlen.
MESSE:
Als KjG ist uns der Glaube wichtig. Deshalb gehört es zum Zeltlager dazu, gemeinsam zu beten und auch eine Messe zu feiern. Das ist oft ein besonderer Moment der Ruhe und Gemeinschaft im sonst lebendigen Lageralltag. Für die Messe bekommen wir sogar besonderen Besuch: Pastor Kippels kommt extra ins Zeltlager, um sie gemeinsam mit uns zu feiern.

OLYMPIADE:
Bei der Olympiade treten alle Gruppen in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Nach einer feierlichen Eröffnung wird den ganzen Tag gespielt, gekämpft und gelacht. Dabei zählen nicht nur Kraft, sondern auch Teamgeist, Kreativität und Geschick.

TAGESAUSFLUG:
Der Tagesausflug ist eines der großen Highlights im Zeltlager. Für einen Tag verlassen wir gemeinsam den Zeltplatz und machen uns auf den Weg zu einem besonderen Ziel in der Umgebung. Dabei kann ganz Unterschiedliches auf Euch warten: eine spannende Stadt, ein Freizeitangebot, ein Tierpark oder auch etwas, das zum Lagermotto passt.
Schon die gemeinsame Fahrt dorthin ist oft ein Erlebnis für sich – und vor Ort gibt es viel zu entdecken, auszuprobieren und zu erleben. Der Tagesausflug ist eine tolle Abwechslung zum Lageralltag und bietet die Möglichkeit, als Gruppe nochmal ganz neue Eindrücke zu sammeln.
Was genau wir unternehmen, bleibt meistens bis kurz vorher geheim – so bleibt die Vorfreude und die Überraschung umso größer!
TAGESPLAN:
Jeden Abend planen die GruLeis das Programm für den nächsten Tag. Morgens wird der Tagesplan dann an einem zentralen Ort im Lager aufgehängt – und für viele GruKis ist klar: Erstmal schnell zum Tagesplan laufen und versuchen, das Programm zu enträtseln.
Denn der Plan ist oft wie ein kleines Rätsel geschrieben. Mit kreativen Überschriften, geheimnisvollen Hinweisen oder versteckten Bedeutungen müsst Ihr erstmal herausfinden, was wirklich dahintersteckt.
Nach dem Frühstück wird das Ganze dann im Esszelt gemeinsam aufgelöst – und spätestens dann wissen alle, was der Tag für Euch bereithält. Genau das macht den Tagesplan zu einem festen und spannenden Ritual im Lageralltag.
TIMTIM:
Woher der Name „TimTim“ genau kommt, ist heute nicht mehr ganz klar. Eine Erzählung besagt, dass es früher einmal eine holländische Süßigkeit mit diesem Namen gab – und dass die GruKis deshalb immer wieder laut „TimTim!“ gerufen haben.
Auch wenn es diese Süßigkeit so heute nicht mehr gibt, ist der Ruf bis heute geblieben und gehört fest zum Zeltlager dazu. Vor allem am Lagerfeuer hört man ihn immer wieder durch das ganze Lager schallen.
TimTim steht dabei für die Belohnungen, die Ihr bei Spielen und Staffetten sammelt. Gruppen, die besonders erfolgreich waren, dürfen sich über mehr TimTim freuen – aber am Ende geht natürlich niemand leer aus.
TAUFE:
Die Lagertaufe ist ein besonderes Erlebnis für alle, die neu dabei sind oder ein kleines Jubiläum feiern. Mit viel Spaß und Matsch werdet Ihr offiziell in die Lagergemeinschaft aufgenommen. Ein Moment, den man so schnell nicht vergisst.
Und auch wenn es erstmal nach einer ziemlichen Sauerei klingt: Danach ist es ein richtig gutes Gefühl, ein echtes Zeltlagerkind zu sein! Dieses Gefühl bleibt – und mit der Taufe gehört Ihr ganz offiziell zur Lagergemeinschaft dazu. Und das ein Leben lang.

WALDSPIEL:
Viele unserer Spiele finden im Wald statt, der oft direkt am Zeltplatz liegt. Hier ist Platz für große Aktionen, Geländespiele und spannende Herausforderungen. Häufig treten GruKis gegen GruLeis an – mit viel Einsatz auf beiden Seiten.

ZECKENSPRECHSTUNDE:
Im Zeltlager gehört sie mittlerweile einfach dazu: unsere tägliche Zeckensprechstunde. Zu einer festen Zeit könnt Ihr zur Küche kommen, wenn Ihr eine Zecke entdeckt habt oder Euch unsicher seid.
Dort kümmern wir uns darum, die Zecken fachgerecht zu entfernen und alles gut zu versorgen. Damit wir den Überblick behalten, führen wir außerdem ein Zeckentagebuch – so geht nichts verloren und wir haben alles im Blick.
Und weil das Ganze ja nicht nur unangenehm sein soll, gibt es für jede entfernte Zecke natürlich auch eine kleine Belohnung in Form einer Süßigkeit. Ein kleiner Trost – und manchmal sogar ein Grund, doch nochmal genauer nachzuschauen
ZWEITAGESWANDERUNG:
Die Zweitageswanderung ist eines der größten Abenteuer im Zeltlager. Für zwei Tage heißt es: Rucksack packen, Zeltlager verlassen und als Gruppe auf eigene Tour gehen. Jede Gruppe macht sich mit ihrem GruLei auf den Weg zu einem eigenen Ziel – oft quer durch Wälder, über Felder und durch kleine Orte.
Vorher wird gemeinsam eingekauft, Pausen gemacht, gespielt und viel gelacht. Ihr seid als Gruppe auf euch gestellt, wachst nochmal ganz besonders zusammen und erlebt das Zeltlager auf eine ganz andere Art.
Übernachtet wird einfach, aber besonders: in Schutzhütten, Scheunen oder – wenn das Wetter mitspielt – sogar draußen unter freiem Himmel. Das macht die Nacht zu einem echten Erlebnis, das viele so schnell nicht vergessen.
Am nächsten Tag geht es zurück ins Lager, wo alle Gruppen wieder zusammenkommen. Dort wartet meist ein großes gemeinsames Essen, Lagerfeuer und ganz viel zu erzählen – denn jede Gruppe hat ihre ganz eigenen Geschichten von unterwegs im Gepäck.
Mein Ergänzungsvorschlag:
Hallo und Danke für den wertvollen Post! Toller Tipp.
Wir haben das Lexikon gerade um ein paar Begriffe erweitert…